IMG_7227Als ich in der Grundschule war, habe ich an einem Vorlesewettbewerb teilgenommen und bin zweiter Sieger geworden. Damals hat sich niemand was dabei gedacht und ich selbst habe das Ganze natürlich schnell wieder vergessen. Auch als ich wenig später im Auto anfing, die „Rennen“ meines Vaters mit anderen Verkehrsteilnehmern zu kommentieren, kam niemand auf die Idee, dass ich mal beim Radio und als Sprecher arbeiten würde. In der Oberstufe in Deutsch- und Geschichtsleistungskursen wurde mir klar, dass ich Journalist werden wollte. Ich wollte schreiben und aufklären, den Dingen auf den Grund gehen. Trotzdem sah ich den Wald vor lauter Bäumen nicht. Denn immer, wirklich immer wenn es ums Vorlesen ging, habe ich mich gemeldet. Am Ende war es mein Musiklehrer, der mir den Weg gewiesen hat. Er sagte, nachdem ich mal wieder vorgelesen hatte, dass ich eine Radiostimme hätte.

Damit waren die Würfel gefallen. Das machte Sinn. Vorlesen machte mir Spaß! Kurze Zeit später, nach Abi und Zivildienst habe ich in meinen ersten Semesterferien ein Praktikum bei Radio Neandertal gemacht. Von da an war alles wie ein Selbstläufer. Nach einer Woche lief der erste eigene Beitrag, dann kamen Nachrichten, dann Moderation und ein Sprechtrainer (Christoph Teuner), der mich zu Sprechercastings geschickt hat. Seitdem lebe ich meinen Traum als Journalist und Sprecher, bei 1LIVE, beim DRadio und in allen Sprechsituationen, die so wunderbar unterschiedlich und abwechslungsreich sind.